An die ferne Geliebte, Op. 98-Christian Gerhaher/Gerold Hubermp3下载无损flac下载
An die ferne Geliebte, Op. 98-Christian Gerhaher/Gerold Huber在线试听免费歌词下载
[00:00.00]I.
[00:00.000] 作曲 : Ludwig van Beethoven
[00:02.70]Auf dem Hügel sitz ich, spähend
[00:09.59]in das blaue Nebelland,
[00:14.77]nach den fernen Triften sehend,
[00:21.42]wo ich dich, Geliebte, fand.
[00:32.73]Weit bin ich von dir geschieden,
[00:39.62]trennend liegen Berg und Tal
[00:44.28]zwischen uns und unserm Frieden,
[00:51.34]unserm Glück und unsrer Qual.
[01:02.65]Ach, den Blick kannst du nicht sehen,
[01:09.06]der zu dir so glühend eilt,
[01:13.70]und die Seufzer, sie verwehen,
[01:20.96]in dem Raume, der uns teilt.
[01:32.11]Will denn nichts mehr zu dir dringen,
[01:39.22]nichts der Liebe Bote sein?
[01:44.58]Singen will ich, Lieder singen,
[01:51.73]die dir klagen meine Pein!
[02:03.18]Denn vor Liedesklang entweichet
[02:09.49]jeder Raum und jede Zeit,
[02:13.97]und ein liebend Herz erreichet,
[02:18.84]was ein liebend Herz geweiht!
[02:38.57]II.
[02:44.66]Wo die Berge so blau
[02:49.38]aus dem nebligen Grau
[02:53.64]schauen herein,
[02:58.34]wo die Sonne verglüht,
[03:02.74]wo die Wolke umzieht,
[03:06.92]möchte ich sein!
[03:19.10]Dort im ruhigen Tal
[03:23.94]schweigen Schmerzen und Qual;
[03:29.08]wo im Gestein
[03:31.14]still die Primel dort sinnt,
[03:36.52]weht so leise der Wind,
[03:41.86]möchte ich sein!
[03:53.78]Hin zum sinnigen Wald
[03:56.80]drängt mich Liebesgewalt,
[03:59.56]innere Pein.
[04:07.90]Ach, mich zög's nicht von hier,
[04:11.03]könnt ich, Traute, bei dir
[04:14.08]ewiglich sein!
[04:20.09]III.
[04:25.76]Leichte Segler in den Höhen
[04:28.84]und du, Bächlein, klein und schmal:
[04:32.09]Könnt mein Liebchen ihr erspähen,
[04:35.40]grüßt sie mir viel tausendmal!
[04:41.68]Seht, ihr Wolken, sie dann gehen,
[04:44.81]sinnend in dem stillen Tal,
[04:48.46]lasst mein Bild vor ihr entstehen
[04:51.67]in dem luftgen Himmelssaal.
[04:58.58]Wird sie an den Büschen stehen,
[05:02.64]die nun herbstlich falb und kahl,
[05:06.38]klagt ihr, wie mir ist geschehen,
[05:10.32]klagt ihr, Vöglein! meine Qual.
[05:19.33]Stille Weste, bringt im Wehen
[05:22.64]hin zu meiner Herzenswahl
[05:26.25]meine Seufzer, die vergehen
[05:29.66]wie der Sonne letzter Strahl.
[05:37.72]Flüstr' ihr zu mein Liebesflehen,
[05:41.26]lass sie, Bächlein, klein und schmal,
[05:44.56]treu in deinen Wogen sehen
[05:48.29]meine Tränen ohne Zahl.
[05:58.23]IV.
[06:01.63]Diese Wolken in den Höhen,
[06:04.57]dieser Vöglein muntrer Zug
[06:08.10]werden dich, o Huldin! sehen –
[06:12.93]nehmt mich mit im leichten Flug!
[06:20.81]Diese Weste werden spielen
[06:23.83]scherzend dir um Wang und Brust,
[06:27.63]in den seidnen Locken wühlen –
[06:31.85]teilt' ich mit euch diese Lust!
[06:39.70]Hin zu dir von jenen Hügeln
[06:42.75]emsig dieses Bächlein eilt. –
[06:45.97]Wird ihr Bild sich in dir spiegeln,
[06:50.90]fließ zurück dann unverweilt!
[07:15.63]V.
[07:28.86]Es kehret der Maien, es blühet die Au.
[07:32.11]Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau,
[07:35.75]geschwäzig die Bäche nun rinnen;
[07:40.85]die Schwalbe, die kehret zum wirtlichen Dach,
[07:44.07]sie baut sich so emsig ihr bräutlich Gemach,
[07:47.71]die Liebe soll wohnen da drinnen.
[08:00.25]Sie bringt sich geschäftig von kreuz und von quer
[08:03.84]manch weicheres Stück zu dem Brautbett hieher,
[08:07.64]manch wärmendes Stück für die Kleinen.
[08:12.60]Nun wohnen die Gatten beisammen so treu,
[08:15.75]was Winter geschieden, verband nun der Mai,
[08:19.99]was liebet, das weiß er zu einen.
[08:32.84]Es kehret der Maien, es blühet die Au.
[08:36.41]Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau,
[08:40.17]nur ich kann nicht ziehen von hinnen;
[08:49.30]wenn alles, was liebet, der Frühling vereint,
[08:53.71]nur unserer Liebe kein Frühling erscheint,
[08:59.05]und Tränen sind all ihr Gewinnen.
[09:32.23]VI.
[09:57.91]Nimm sie hin denn, diese Lieder,
[10:04.86]die ich dir, Geliebte, sang,
[10:11.66]singe sie dann abends wieder
[10:18.34]zu der Laute süßem Klang.
[10:27.86]Wenn das Dämmrungsrot dann ziehet
[10:35.35]nach dem stillen blauen See
[10:44.46]und sein letzter Strahl verglühet
[10:53.47]hinter jener Bergeshöh;
[11:07.18]und du singst, was ich gesungen,
[11:24.23]was mir aus der vollen Brust
[11:31.36]ohne Kunstgepräng' erklungen,
[11:38.48]nur der Sehnsucht sich bewusst:
[12:10.50]Dann vor diesen Liedern weichet,
[12:17.40]was geschieden uns so weit,
[12:21.70]und ein liebend Herz erreichet,
[12:26.58]was ein liebend Herz geweiht!
[12:32.73]Und ein liebend Herz erreichet,
[12:35.53]was ein liebend Herz geweiht!
[12:40.73]Dann vor diesen Liedern weichet,
[12:46.93]was geschieden uns so weit,
[12:52.48]und ein liebend Herz erreichet,
[12:57.88]was ein liebend Herz geweiht!
[13:10.69]